Kovalente Bindungslängen lassen sich als Summe zweier Atomradien abschätzen. Diese Idee geht zurück auf Paulings Darstellung in the Nature of the Chemical Bond. Tabelliert waren bislang aber nur Daten für Atome in Einfach- und Doppelbindungen. Auf der Grundlage von experimentellen und quantenchemischen Daten haben Pyykkö et al. nun additive Kovalenzradien für Atome in Dreifachbindungen für die Elemente Be bis 112("Eka-Quecksilber") erarbeitet - Ausnahmen sind Ne, die Alkalimetalle, die "leichteren" Elemente der Gruppe 12 (Zn bis Hg) sowie einige Lanthanide und Actinide. Der Datensatz ist selbstkonsistent und enthält nur einen Radius für alle Oxidationszustände und Koordinationszahlen der berücksichtigten Elemente.
Max Holthausen, Chemie Notizen, Nachrichten aus der Chemie, 53, September 2005, 858